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Posts Tagged ‘Jesus’

Die heilige Woche beginnt. „Frohe Ostern“ rufen schon viele, und das ist mehr als eine Unachtsamkeit gegenüber dem Kirchenjahr mit seiner Festordnung – es zeugt viel mehr von unserer Furcht vor dem Schmerzlichen und unserem Wunsch, schon in festlicher Freude angekommen zu sein. Denn die Karwoche erzählt eine quälende Geschichte von Leid und Sterben, von Unausweichlichkeit und Verlust – und wenn wir diese Geschichte auch als Skizze eines persönlichen, innerseelischen spirituellen Prozesses begreifen, dann schwant uns, dass auch wir vieles sterben lassen müssen um ein neues Leben zu finden.

Als Papst Franziskus gestern dazu aufforderte, Jesus nicht nur auf Gemälden anzusehen, sondern sein Gesicht in all den Leidenden denen wir begegnen zu finden, dachte ich, diese Mahnung hat auch in der freien spirituellen Szene Gültigkeit. Denn wie sehr wird dort ein Bogen um den Leidenden gemacht. Wie sehr wird dort der starke, erfolgreiche, gesunde, junge Mensch verehrt, und wie sehr wird dort Leid als Folge fehlerhafter Gedanken, Verhaltensmuster und Interpretationen stigmatisiert. Westliche Spiritualität ist längst so grundlegend instrumentalisiert, dass sie zu einer Selbstimmunisierung gegen Leid schlechthin dient – auch und vor allem gegen das Leid des Anderen, an dem wir oftmals nicht unbeteiligt sind.

Was das verehrte Jesusgemälde an der Wand und das Idealbild des erwachten postmodernen Spirituellen gemein haben, ist, dass sie nicht viel mit dem Alltag zu tun haben. Dass sie unseren Wunsch bedienen, unversehrt und heil zu sein. Dass wir sie dazu benutzen, uns gedanklich und real aus einem leidvollen Kontext herauszuheben.

Jesu Worte, nachdem er auf einem Esel reitend in Jerusalem empfangen wird, fahren wie ein Schwert in diese Beschaulichkeit:

„Wem sein eigenes Leben über alles geht, der verliert es. Wer aber in dieser Welt sein Leben loslässt, der wird es bewahren für das ewige Leben.“ (Joh 12,25)

Das ist keine Einladung dazu, das irdische Leben gering zu achten oder auf die Welt herabzublicken. Es ist aber eine Aufforderung dazu, das kostbare irdische Leben in einen größeren Kontext zu betten. Der große Kontext des Christentums ist Begegnung und Beziehung, ist Verbundenheit und Verbindlichkeit. Ob wir nun also Gott suchen oder ein Heilsein, gelingendes Leben oder unser wahres Glück – wir finden es nicht jenseits des Menschen, nicht jenseits des Leidenden, nicht jenseits der Tatkraft, die den Leidenden aufrichten will.

In der Wunde unserer Endlichkeit, die wir fürchten und fliehen, ist der Sog des Heiligen, des Lebens das nicht endet und der Schönheit die wir nur erahnen. Sich in diesen Sog zu ergeben, kann das Schwerste und Unerträglichste sein – das erlebt auch Jesus im Ölgarten.

Vielleicht können wir die Karwoche zum Anlass nehmen, dieses Wagnis einzugehen: Gott unser Glück denken zu lassen. Abzulassen von der Unerbittlichkeit, mit der wir Unversehrtheit einfordern. Vorstellungen loszulassen, unter denen längst eine aufrichtigere Sehnsucht atmet.
Den Sog wahrzunehmen.

Ich wünsche Euch eine gesegnete Karwoche.

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Vom 29.1. bis zum 6.4. dauert die drei feministische Gottesdienste umfassende thematische Reihe „Vergebung“ in der evangelischen Stadtkirche St. Petri, Dortmund. Am 26.2.2017 durfte ich als Gastpredigern einige Betrachtungen zur Aufforderung Jesu, grenzenlos zu vergeben, beitragen:

Nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal – Zwischen grenzenloser Vergebungsbereitschaft und dem Unverzeihlichen„.

Diese Predigt ist nun auf Youtube nachzuhören.

Was erscheint, wenn wir uns von Vergebungspraxis als ethischem Anspruch lösen? Was eröffnet sich, wenn wir auch unser Nichtvergebenkönnen anerkennen? Worauf verweist Jesu Aufforderung zu unendlicher Vergebungsbereitschaft?

Eine Spurensuche auf dem Hintergrund mystischer Erfahrung.

(Als PDF Download befindet sich die Predigt auf meiner Website)

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Was, wenn uns Gott nicht nur als Heilung begegnet, sondern als Krankheit? Nicht nur als Frieden, sondern als Zerwürfnis? Am 30.10 hatte ich die Freude, in der Stadtkirche St. Petri Dortmund eine Gastpredigt zum Thema Angst zu halten. Biblischer Gegenstand dieser mystischen Auslegung war die Geschichte der Sturmstillung (Mk 4,35-41). Die komplette Predigt „Leben inmitten des Sturms: Radikale Verletzbarkeit als Quelle der Gotteserfahrung“ ist nun auf Youtube nachzuhören. Viel Freude damit.

Stillung des Sturms

Am Abend jenes Tages sagte Jesus zu seinen Jüngerinnen und Jüngern: »Lasst
uns ans andere Ufer fahren!« Sie schickten die Menge nach Hause, stiegen
in das Boot, in dem Jesus bereits war, und fuhren mit ihm ab. Einige andere
Boote begleiteten sie. Plötzlich brach ein heftiger Sturm los; die Wellen
schlugen ins Boot, und es begann sich mit Wasser zu füllen. Jesus aber
schlief im hinteren Teil des Bootes auf einem Kissen. Sie weckten ihn und
schrien: »Meister, macht es dir nichts aus, dass wir umkommen?« Jesus
stand auf, wies den Wind in seine Schranken und befahl dem See: »Schweig!
Sei still!« Da legte sich der Wind, und es trat eine große Stille ein.
»Warum habt ihr solche Angst?«, fragte Jesus sie. »Habt ihr noch kein
Vertrauen?« Da gerieten sie in große Furcht, und sie sagten zueinander:
»Wer ist nur dieser Mann, dass ihm sogar Wind und Wellen gehorchen?

(Markusevangelium 4,35-41, NGÜ)

 

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Es gibt ein spirituelles Streben nach Transzendierung, nach Reinheit, nach Vollkommenheit, das im Kern, und hinter all dem schönen Sprechen über menschliche Größe, nichts anderes ist als Geringschätzung alles Irdischen, als Geringschätzung des Menschen, der Welt und des endlichen Lebens.

Wir glauben, die Leib- und Erdenfeindlichkeit alter christlicher Traditionen überwunden zu haben, die uns immer suggerieren wollten, dass die Erde nur ein Übungsplatz für das eigentliche Leben im Jenseits sei, und dass in jeder materiellen Manifestation das Übel, die Versuchung und die Niedrigkeit walte.

Aber genau genommen haben wir eine Verachtung nur gegen die andere eingetauscht. Wir nennen uns „freie Spirituelle“, „Transkonfessionelle“, „New Ager“ oder „Integrale“, und kultivieren ungebremst unsere nahezu zwanghafte Selbstoptimierungsneurose, die nur immer einen Zweck verfolgt: etwas zu überwinden. Und genau genommen: etwas zu vermeiden.

Wir delirieren vom leidensfreien Sein, das den Erwachten blühe, ja, wir stilisieren die Leidensfreiheit sogar hoch zur Notwendigkeit, an der die Welt gesunden könne. Dabei wollen wir nichts anderes als einen Freibrief, der uns erlaubt, unseren Zynismus und unser Desinteresse am Anderen zu legitimieren. „Ich diene dem Anderen, indem ich nicht leide“ ist ein viel gehörtes Statement dieser Tage. Aber was ist es, hinter dem Vorwand, dem Anderen möglichst effizient dienen zu wollen? Bisweilen ist es nichts anderes als unsere Distanziertheit, unsere Weigerung, uns vom bodenlosen Schmerz des Anderen, der am Grunde der Dinge auch der unsere ist, überwältigen zu lassen.

Wir fürchten ja überhaupt die Bodenlosigkeit. Deswegen organisieren wir so emsig unsere spirituellen Stundenpläne, Montags Meditation, Dienstags Yoga, Mittwochs Heilströmen, Donnerstags Satsang, Freitags Schattenarbeit, und so weiter und so fort, nur damit der Dämon der Bodenlosigkeit bezähmt sei, der der bodenlosen Wut, der der bodenlosen Sehnsucht, der der bodenlosen Angst, ja noch der der bodenlosen Hingabe. Unser Mund sagt, dass unser Körper ein Tempel und unser Herz ein Heiligtum sei, aber auf unseren Altären liegen Häkeldeckchen und Untersetzer – die Insignien unserer Angst – auf dass uns nicht die Abgründigkeit Gottes bekleckere.

Die mystische Erfahrung von Allesistgut, die von solcher ozeanischer Weite ist, dass darin jedes Leiden und jede Wirrnis dieser Welt gleichermaßen aufgehoben im Sinne von geborgen, und aufgehoben im Sinne von beendet ist, kann man nicht in den Staub des Alltags zerren und dem persönlichen Frieden dienstbar machen. Nondualität lässt sich nicht slogan-artig auf die Dualität schütten wie Zuckerguss. Und jeder, der das versucht, verbreitet hohle Irrtümer und unerträgliche Plattitüden, an der jede Menschlichkeit und jede Entwicklung zugrunde gehen muss.

Zahllose Autoren, die sich im Abklatsch fernöstlich anmutender Lehren verdingen, verkünden uns, dass das Geheimnis der Weltüberwindung sei, sich ihr nicht gleich zu machen. Liebe zu sein, wo Angst ist, leidensfrei zu sein, wo Leid ist. Wir Christen aber haben eine andere Heilsgeschichte erzählt bekommen. Die Geschichte eines Gottes, der sich bis in die letzte Konsequenz dieser Welt gleich macht. Der bist in den letzten Abgrund dieser Welt sinkt, in jeden Schrecken, jedes Leid, jedes Sterben, oh sicher auch in jede Freude, weswegen man ihn „Fresser und Säufer“ nannte. Und indem er in die Schablone dieser Welt sank – Gott wurde Mensch. Nicht ein bisschen Mensch. – und sie ausfüllte mit seiner Präsenz ebenso wie mit seinem Schmerz, geschah Transfiguration, geschah Auferstehung.

Das Europa, wie es sich gerade zeigt, ist ein perfektes Abbild unserer Abgrenzungsversessenheit. Unsere faulen Ausreden, unser Wegsehen, unsere Zäune, unsere Angst vor Islamisierung, unsere Knüppel- und Bürokratieschläge, die auf schreiende Frauen, kranke Kinder und empörte Männer niederprasseln – all das ist ein Abziehbild unserer Innerlichkeit, in der wir unseren Wohlstand und unseren Frieden schützen wollen, wie falsch er auch sei, und auf wessen Kosten er auch immer gehe.

Gott als tremendum (Rudolf Otto) – wo ist er hin? Gott als Abgrund (Beatrijs von Nazareth) – suchen wir den eigentlich noch? Oder ist es nur noch das Beruhigungsmittel, das Gott uns auf den Rezeptblock schreiben soll?

Mystik will keine Vermeidung. Keine Widerspruchslosigkeit. Keine Entfernung des Dorns, der sticht. Das hören wir nicht gern. Aber es sind – ebenso wie auf den Straßen im Aufschrei gegen Europas Abschottung – dankenswerterweise mehr und mehr Menschen, die auch den zum Himmel schreienden falschen Frieden nicht mehr hören wollen.

kettensprengen

Foto: Alexis Findlay

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Oftmals, auf Nachfrage, entkleidet sich unser Streben nach spiritueller Entfaltung und „Erwachen“ in Sätzen wie „Ich will glücklich sein“ oder „Ich will das Leben meistern“. Oftmals auch geben diese Sätze wiederum den Blick auf den darunter liegenden Wunsch frei: „Ich will frei von Schmerz sein“.

Es ist der Schmerz, den wir um jeden Preis bändigen, heilen, auflösen, loslassen, vergessen, transzendieren, aufgeben wollen, und dafür werden wir so erfindungsreich in Theorie und Praxis, dass spürbar wird: hier geht es buchstäblich um Leben und Tod.
Denn alle Angst vor dem Schmerz ist letzten Endes eine Angst vor dem Tod. Eine Angst vor dem Ende des Glücks, der Gesundheit, der Familie, der Partnerschaft, des Wohlstands, der physischen Existenz, der Person.

Noch unsere spirituellen Konzepte sind oftmals leicht zu entlarvende Ränkespiele, mit denen wir uns schnell in den Gedanken der Ewigkeit und der All-Einheit, des Sinns oder der Vorbestimmung flüchten, bevor die Vorstellung unseres Schwindens uns auch nur einen erhöhten Puls verschafft. Da tun wir, was wir so oft und unerbittlich tun: wir überspringen das eine, das Notwendige, und nehmen unser Ankommen vorweg. Und der Grund dafür ist nichts weiter als Angst – unser Ankommen aber bleibt Selbstbetrug (und oft genug auch: Betrug an Anderen!). Und ohne es zu wissen, bringen wir uns damit um das tiefe Glück, das sich entfaltet wenn wir Leben in seiner Ganzheit annehmen und fließen lassen.

Heute ist Palmsonntag – die heilige Woche beginnt. Was uns die christliche Tradition über die Kartage erzählt, ist eine beispiellose Geschichte von Leiden und Sterben. Und bevor wir uns alle, erneut vorwegnehmend, „Frohe Ostern“ zurufen, sollten wir das aushalten und ansehen: Kartage.

Diese Tage erzählen uns von der Erfahrung schmerzlicher Wirklichkeiten, die angenommen und durchlebt werden wollen. Christus offenbart uns keine Formel, die wir künftig auf schmerzvolle Erfahrungen anwenden können, um uns die Tränen zu ersparen. Stattdessen lädt er uns ein, die Tränen zu weinen, mit aller Hingabe, und das Lachen zu lachen, mit ebensolcher Hingabe.

Weder gilt es, den Schmerz zu halten noch ihn aufzulösen (und bitte: ich rede hier von der inneren Erfahrung von Schmerz, und keineswegs davon, dass man leidverursachende Strukturen in der Welt nicht mit aller Tatkraft ändern sollte). Weder gilt es, das Glück zu halten, noch es aufzulösen. Das, was wir sind, jenseits der Schmerzen, ist mehr als der Schmerz. Das, was wir sind, jenseits des Glücks, ist mehr als das Glück. Und dieses Sein hat kein Bestreben, uns vor Schmerz oder Glück zu bewahren, die es selbst als Schöpfung hervorgebracht hat.

Wenn ich versucht bin, mir eine Erfahrung schönzureden, sie zu meiden, sie auszubessern, wenn ich an meiner Trauer herumdoktere oder an meiner Unfähigkeit zur Vergebung, wenn ich einen Kummer vorschnell zum Schweigen bringen oder eine Angst wegrationalisieren will, wenn ich versucht bin, mich in ein geiziges, einsames Glück zu kleiden wie in Watte, dann rufe ich mir ein Bild vor Augen, das mich innerhalb weniger Sekunden neu ausrichtet (Metanoia):

Es ist das Bild von Jesus im Ölgarten, der darum bittet, der Kelch möge an ihm vorübergehen, und der sich dann betend den Satz erringt „Nicht mein, sondern Dein Wille geschehe“. Wir werden diesen Satz feiern, am Donnerstag.

Dieser Satz ist keine Einladung zu Fatalismus oder Determinismus, er ist kein Aufgeben der Souveränität in ein frommes Sklaventum. Dieser Satz ist ein Dialog zwischen endlicher Existenz und unendlichem Sein, zwischen Illusion und Wirklichkeit, zwischen Angst und Liebe. Dieser Satz ist eine Kapitulation im besten Sinne: Ausdruck der Bereitschaft, einer Erfahrung zu begegnen und sie zu durchschreiten. Er bedeutet die Bereitschaft, der Wahrheit, die an unserem Herzensgrund liegt, zu begegnen, durch alle schmerzlichen Unwahrheiten unseres Lebens und Strebens hindurch. Dieser Satz, da er Schmerz bejaht anstatt ihn zu fliehen, ist eine Tür zum Anderen, an dessen Schmerz wir nun wahrhaftig mitfühlend Anteil nehmen können.

„Nicht mein, sondern Dein Wille geschehe“ – das ist ein Trümmerfeld, aus dem eine Blüte treibt.

Erst wenn der Kelch geleert ist, erst wenn wir uns haben stechen lassen, dort wo es wirklich weh tut, in der Wunde unserer Endlichkeit, kann etwas in uns singen: Oh Tod, wo ist Dein Stachel nun. Und diese Worte werden wir singen, zu Ostern.

Das ist Befreiung. Nicht Befreiung vom Leben in der Welt, sondern Befreiung zum Leben in der Welt hin. Befreiung vom Zwang, das Ich schützen und eine Denkungsart, Geisteshaltung oder ein Bekenntnis tragen zu müssen wie eine Rüstung. Befreiung in eine Handlungsfähigkeit und schöpferische Kraft, die Ausdruck von Liebe und Menschlichkeit ist.

Ich wünsche Euch eine besinnliche Karwoche.

Bild: © Octavio Ocampo

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Über das Herz wird viel geredet in der spirituellen Landschaft. Und nicht selten darf es herhalten als ein Ort der Missverständnisse. Denn in seinem Herzen zu sein, und aus dem Herzen zu leben, das bedeutet nicht, das Denken zugunsten des Fühlens zu lassen. Das bedeutet auch nicht, zu glauben dass alles was man denkt und tut, gut sei, weil es „kein richtig und kein falsch“ gebe. Es bedeutet auch nicht, angekommen zu sein in einer Art die satt und unbewegt ist.Sich immer wieder auf das Sanktum des Herzens zu besinnen, bedeutet viel eher, all die Geschenke die uns gegeben sind, das Streben nach Erkenntnis, den Willen zum Guten, das Mitgefühl für alle Kreatur, in sich zu vereinen. Gedanke, Wort und Tat dem Feuer auszusetzen, das als Schöpfungsfeuer unseren Herzen innewohnt. Und auch die Welt immer wieder aufs Neue ins Herz hineinzunehmen, mitsamt ihrer Unwirtlichkeit und allem was an ihr krankt.

In der christlichen Ikonographie ist das Herz nicht ohne Grund zweierlei: auf vielen Bildern sehen wir es als Licht das in die Welt strahlt und als loderndes Feuer. Auf anderen Bildern sehen wir es als das durchbohrte und dornengekrönte Herz Jesu oder das mit Schwerten durchbohrte Herz Mariens. Diese Bilder weisen uns darauf hin, dass der Ort der am empfänglichsten für das tiefe Leiden der Welt ist, auch der Ort ist, von dem alles Licht und alle Erlösung ausgeht.

Es gibt das eine nicht ohne das andere.

Sich diesem Sanktum des Herzens immer mehr zu überlassen, ist eine Reise, die uns immer wieder über unsere Grenzen führt, uns das Altvertraute nimmt und es in eine neue Weite überführt. Jörg Zink schreibt in seinem Buch „Erde, Feuer, Luft und Wasser. Der Gesang der Schöpfung und das Lied des Menschen“:

“Wer mit dem Herzen denkt, weiss, dass keiner seiner Gedanken zu Ende gedacht ist, sondern immer noch andere Gedanken nachfolgen müssen, und dass alles Erkannte der Veränderung, der Bewährung und der Wandlung bedarf.

Wer mit dem Herzen denkt, der ist unterwegs unter den Wolken und den Winden und weiss, dass er kein Ziel, sondern immer nur Rastplätze seines Denkens und seines Glaubens erreicht hat und dass die Wege weitergehen bis an ein Ziel, das ein anderer gesetzt hat.”

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Eine besondere Freude war es mir heute, in der aktuellen SEIN (Novemberausgabe online und in Print) eine schöne Rezension zur KLANGGEBET-CD „Christuslicht“ zu finden.

Da heisst es: „Segenslieder, gesungene Gebete, Mantren, Heilmeditationen aus der Stille des Gebets. Von sanft und ruhig bis kraftvoll anschwellend. Berührend schöne und betörend-melancholische Musik.“

Für die ganze Rezension bitte den Link anklicken und sowieso auch mal das gedruckte Sein Heft in die Hand nehmen .

Ich danke für die wertschätzenden Worte und freue mich über alle, die die Rezension zum Anlass nehmen, im Klanggebet Shop den inzwischen erschienenen vier CD’s ein Ohr zu leihen und sich die Klänge nach Hause zu bestellen oder zu verschenken.

http://www.sein.de/empfehlungen/musiktips/christuslicht.html

rezension

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