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Posts Tagged ‘Silvester’

Heute, als ich in einem eisbereiften Tannenwald durch bläuliche Nebel wanderte, neben mir hunderte gefrorener Spinnennetze, deren Schönheit sich vor allem dem Paradox von Leichtigkeit und harter unermüdlicher Arbeit verdankt, wurde für mich wieder sehr fühlbar, dass wir an der Lebensfreude noch viel zu verstehen haben.

Lebensfreude ist ein großes Wort, das im spirituellen Kosmos einen festen Platz einnimmt – monolithisch steht das Wort da und peinigt uns nicht selten mit unserem Ungenügen. Lebensfreude – was ist das? Ist sie ein kleines umzäuntes Glück, das man gegen die Hässlichkeiten der Welt schützen muss? Ist sie ein Verschwinden im Moment, in der sorglosen und auseinandersetzungsfreien Sphäre in die unser Verstand uns nicht gern entlässt? Oder ist sie ein Eintauchen ins Wesentliche?

Was aber ist das Wesen-tliche, ist es ein leuchtendes Geheimnis hinter der Dunkelheit der Dinge? Oder suchen wir vergeblich nach dem Wesen das uns meint, das wir sind, und das uns ruft, wenn wir hinter den Dingen immer noch etwas größeres vermuten?

2016 war für Viele ein schweres Jahr. Viele nahmen es wahr als Jahr katastrophischer Ereignisse, als Jahr der Feindseligkeit, Angst und Bedrohung. Manche möchten es einfach nur noch hinter sich bringen, dieses Jahr in denen die Medien mehr denn je von Terror sprachen, und Viele nicht mehr wussten, ob der eigentliche Terror nicht vielleicht sogar der ist, dass uns ständige Bedrohung suggeriert wird obwohl die Welt auf viele Weisen besser wird.

Ich bin in diesem Jahr auch viele male still geworden – weniger andächtig als ratlos, weniger innehaltend als auf mich zurückgeworfen.

Es gibt nur ein paar kleine Dinge, die ich über Lebensfreude begriffen habe. Dass sie zwei Gesichter hat. Das eine ist das selbstvergessene, und wir alle kennen sie, diese grundlose Freude die uns ereilt, wenn wir uns für einige Augenblicke in der Schönheit und Würde eines Moments verlieren. Ein stiller Wald unter Rauhreif, ein Duft von Schnee, ein Sonnenglanz auf eisigen Gebirgsbächen. Selbstvergessenheit und Lebensfreude fallen dort ganz leicht zusammen und sie kosten uns nichts, ausser der Illusion dass alles andere wichtiger sei als diese Schönheit. Diese Selbstvergessenheit trägt aber in sich eine kostbare Erinnerung an alle anderen Menschen. An alle lebende Kreatur. Deswegen sind wir in dieser Selbstvergessenheit auch nicht allein, und auch nicht aus der Verantwortung genommen. In der Erinnerung an alle anderen liegt eine feierliche Aufgabe: Leben als Miteinander zu gestalten, Verantwortung zu übernehmen, einen Platz in der
größeren Ordnung einzunehmen.

Anders ist dieses zweite Gesicht der Lebensfreude. Denn es gibt jene Freude, die nicht leicht über uns kommt, die nicht einfach da ist wie ein raumeinnehmendes ätherisches Wesen, das uns alle Beschwerlichkeit abnimmt. Das zweite Gesicht der Lebensfreude ist das von Arbeit, von Anstrengung, von Kampf auch. Denn diese Freude müssen wir oft dem Alltag abringen, der Furcht abtrotzen, den schlaflosen Nächten und den ungelösten Konflikten. Den unausgesprochenen Worten, den schneidend kalten Verstimmungen, der Ohnmacht, dem Nichtweiterwissen. Das ist nicht immer angenehm. Es kostet uns Mühe und es fordert uns, uns selbst immer wieder in Frage zu stellen. Es fordert uns auf, auch hungrig an den Mund des Anderen zu denken, auch traurig an die Tränen des Anderen, es fordert uns dazu auf, immer wieder den Sprung über die Enge unserer Sehnsucht nach Ruhe und Geborgenheit zu wagen.

Lebensfreude, so begreife ich in diesem Jahr, ist kein Zustand, kein Haus mit Dach und vier Wänden, Lebensfreude ist eine Bewegtheit. Und sie ist ein Feuer das aus der Glut der Begegnung entsteht.

So möchte ich uns am Ende dieses Jahres, an dem wir oftmals Gelegenheit hatten festzustellen wie sicher, glücklich und gut genährt wir im Vergleich mit vielen vielen Menschen auf dieser Erde leben, uns allen Lebensfreude wünschen. Jene Freude, die sich in der Selbstvergessenheit an den Nächsten erinnert. Jene Freude, die leicht ist und ein Geschenk. Jene Freude auch, die uns fordert und überfordert, die uns Mühe macht, und die nach dem Lärm der Straßen klingt und den Duft des Alltags trägt. Jene Lebensfreude, die sich nicht davor fürchtet, eine mächtige Kraft der Veränderung zu sein.

Mögen wir alle diese Freude erfahren und weiterreichen. Ich wünsche Euch einen sanften Jahresausklang und ein gesegnetes 2017.

silvester

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Machen wir doch nicht den Fehler zu glauben, dass es ein „davor“ gebe, in dem das Leben weniger heilig, weniger kostbar, weniger Leben selbst sei. Wir haben so viele Arten, unser Leben in Fragmente zu schneiden und einige dieser Fragmente für unbedeutend, unnütz oder vergebens zu halten, und grösser könnte unser Irrtum kaum sein – und wie oft begreifen wir dies, doch erst angesichts des Sterbens. Es gibt sie nicht, diese unwichtige oder unwirkliche Zeit „vor“ dem Erwachen, vor der Berufung, vor der mystischen Erfahrung, vor der Heilung, vor der Begegnung mit dem Seelengefährten. Es gibt nur Leben, das wächst und atmet und stockt und bricht und wogt und abebbt und wieder aufs neue strömt.

Das Leben, jeder Seufzer, jede Träne, jeder Triumph und jedes Scheitern, ja jede Zelle und jedes Atom sind durch und durch heilig, und selbst wenn die tiefste Gotteserkenntnis Dich heute erschütterte und aus Dir einen neuen Menschen machte, und Dein ganzes Gewordensein in ein anderes Licht rückte, so wäre Dein Lebensweg immer noch Ausdruck einer Liebe, die viele Gestalten annimmt und die um jedes Haar auf Deinem Kopf weiss und um jede Träne, die Du vor der Welt zu verstecken trachtest, und deren Weisheit auch jene Momente ersonnen hat, in denen Du noch nichts anderes sehen kannst als heilloses Chaos.

Es gibt eine Liebe zum Leben, die alles andere ist als süss und leicht – sie tut nicht weniger als alle Sekunden gewordenen Lebens, die unrühmlichsten und schmerzvollsten noch, in sich zu bergen mit einem bodenlosen Vertrauen, das nur aus dem Feuer der Kapitulation und des Nichtwissens hervorgehen konnte. Wenn es etwas gibt, das wir angesichts des Endenden begreifen dürfen, auch angesichts des endenden Jahres, mit Blick auf alles was es uns schenkte und auf alles, dessen es uns beraubte, so ist es wohl dies: Leben ist kostbar, ist heilig, und in ihm ist eine so zwingende und bezwingende Kraft und Schönheit, der wir, halten wir auch nur einmal aufrichtig inne, nur erliegen können. Aus diesem Erliegen ergibt sich das, was wir kindlicherweise immer „Vorsätze“ nennen, von ganz alleine: ein Wunsch kristallisiert sich heraus, nichts mehr gering zu achten, was das Leben hervorbringt.

Diesem Leben, an dem wir so oft herumdoktern als sei es eine Krankheit, wohnt alles inne, zusammen mit einer Weisheit, die das Wie und Wann zu orchestrieren weiss, und wir haben diesen Sprung zu wagen, dieser Orchestrierung zu vertrauen, und unsere Kontrollsucht niederzulegen wie ein müder Krieger seine Waffen.

In einem der schönsten Texte der Bibel ist dieses tiefe Wissen festgehalten, und es mag den ein oder anderen verwundern, dass dieser Text aus dem Alten Testament stammt, das wir so oft für unlesbar oder unzeitgemäß halten.

„Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit: eine Zeit zum Gebären und eine Zeit zum Sterben, eine Zeit zum Pflanzen und eine Zeit zum Abernten der Pflanzen, eine Zeit zum Töten und eine Zeit zum Heilen, eine Zeit zum Niederreißen und eine Zeit zum Bauen, eine Zeit zum Weinen und eine Zeit zum Lachen, eine Zeit für die Klage und eine Zeit für den Tanz; eine Zeit zum Steinewerfen und eine Zeit zum Steinesammeln, eine Zeit zum Umarmen und eine Zeit, die Umarmung zu lösen, eine Zeit zum Suchen und eine Zeit zum Verlieren, eine Zeit zum Behalten und eine Zeit zum Wegwerfen, eine Zeit zum Zerreißen und eine Zeit zum Zusammennähen, eine Zeit zum Schweigen und eine Zeit zum Reden, eine Zeit zum Lieben und eine Zeit zum Hassen, eine Zeit für den Krieg und eine Zeit für den Frieden. Wenn jemand etwas tut – welchen Vorteil hat er davon, dass er sich anstrengt? Ich sah mir das Geschäft an, für das jeder Mensch durch Gottes Auftrag sich abmüht. Gott hat das alles zu seiner Zeit auf vollkommene Weise getan. Überdies hat er die Ewigkeit in alles hineingelegt, doch ohne dass der Mensch das Tun, das Gott getan hat, von seinem Anfang bis zu seinem Ende wieder finden könnte. Ich hatte erkannt: Es gibt kein in allem Tun gründendes Glück, es sei denn, ein jeder freut sich und so verschafft er sich Glück, während er noch lebt, wobei zugleich immer, wenn ein Mensch isst und trinkt und durch seinen ganzen Besitz das Glück kennen lernt, das ein Geschenk Gottes ist. Jetzt erkannte ich: Alles, was Gott tut, geschieht in Ewigkeit. Man kann nichts hinzufügen und nichts abschneiden. Damit bewirkt Gott, dass die Menschen Ehrfurcht vor ihm haben. Was auch immer geschehen ist, war schon vorher da, und was geschehen soll, ist schon geschehen und Gott wird das Verjagte wieder suchen.“ (Kohelet 3,1-15)

Ich wünsche Euch einen friedlichen Jahresausklang und einen beherzten Schritt ins neue Jahr. Möge es Leben in Fülle für uns alle sein.

Bild: © Eyvind Earle

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Mögen unsere Herzen reifen
zur Milde, die aus Vergebung hervorgeht
zur Weisheit, die aus Erfahrung hervorgeht
zur Freude, die aus Schönheit hervorgeht

Mögen unsere Hände gesunden
zum Empfangen, das aus Demut hervorgeht
zum Geben, das aus Fülle hervorgeht
zum Tun, das aus Mitgefühl hervorgeht

Mögen unsere Tage, unsere Nächte,
unsere Seelen, unsere Häuser,
unsere Begegnungen und Worte
Räume Deiner Liebe sein.

2014segen

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Ein Weihnachts- und Jahresendbrief von Herz zu Herz

Liebe Freunde,

ein bewegtes Jahr geht zuende, und 2014 steht vor der Tür. Ich möchte zum Jahresende vor allem etwas zu jenen sagen, bei denen sich Schwere und Traurigkeit in den Jahresübergang mischen. Zu jenen, die mit Erschöpfung, Ungewissheit und möglicherweise Mutlosigkeit ins neue Jahr blicken.

In diesem Jahr haben mich auf der Suche nach Rat und Begleitung viele Menschen kontaktiert, die sich als verzweifelt bezeichneten, als schwermütig, zerrissen oder müde. Sie erzählten mir von schweren Einschnitten, von Abschieden, von beruflichem Scheitern, Krankheit, und von schmerzlichen Trennungen nach langjährigen Beziehungen. Sie erzählten mir auch vom Sterben geliebter Menschen und von dem Gefühl, mit allem, worauf ihr spirituelles Leben sie stets verweist, im Kampf zu sein. Allein zu sein.

Auch ich musste in diesem Jahr mehr denn je innere Entwicklungsprozesse austragen, die nicht selten den Charakter von Kampf trugen. Auch ich habe das ein oder andere schmerzlich verlieren müssen, und auch ich musste den Tod eines Menschen hinnehmen, der mir einmal so viel bedeutet hat. Es fiel mir auch daher nicht schwer, jene zu verstehen und mitfühlend zu begleiten, auf denen Verluste, Ängste, Trennungen oder spirituelle Krisen lasteten.

Was lehrt es uns, wenn wir Besitztümer verlieren, wenn wir Vertrautheiten, wenn wir berufliche Erfolge verlieren, oder unsere Ordnung? Ich denke, es lehrt uns eines: dass wir nichts haben. Wir möchten so gerne glauben, dass wir alles haben können, dass uns Glück, Reichtum und Erfolg per Geburtsrecht zustehen, und deswegen rennen wir all den Predigern die Türen ein, die uns genau das erzählen. Die uns sagen: die freie Marktwirtschaft des Seelischen hält Top-Konditionen für Dich bereit.

Aber wenn wir uns ans Herz fassen, und wenn wir still werden, und wenn wir mit gesundem Menschenverstand und mit Achtung vor allem was ist auf die Dinge blicken, dann sehen wir, dass wir nichts haben. Wir kommen mit leeren Händen auf die Welt, und wir gehen mit leeren Händen. Und was sind wir zwischen unserem Kommen und Gehen anderes, als Hüter und Verwalter der endlichen Dinge, die uns in unsere endlichen Hände gelegt wurden?

Hüter und Verwalter der endlichen Erscheinungen aber halten nicht fest an dem, was ihnen nicht gehört, und sie halten nicht fest an dem, was ihnen genommen wird wenn die Zeit gekommen ist.

Und noch weniger lassen sie zu, dass sie von den Dingen, die sie verwalten, in Besitz genommen werden. Auch nicht von Ordnungen. Auch nicht von Selbstbildern. Von keinem materiellen oder ideellen Konstrukt.

Dies ist keine bittere Erkenntnis, sondern eine, die uns nähren und tragen kann, denn erst wenn wir begreifen, dass wir nichts haben, umarmt uns die Erkenntnis, dass wir alles haben. Wir mögen unsere Besitztümer verlieren oder unsere Karrieren, unsere Ehen, unsere äußere Ordnung, ja sogar unseren Glauben. Unsere Naivität zu denken, dass alles immer so weiter gehe wie wir es schätzen.

Einmal kommt der Punkt, da sickert unweigerlich die Erkenntnis zu uns durch, dass wir ungeachtet all dieser Verluste doch immer noch leben. Immer noch denken, fühlen, atmen, lieben, immer noch unsere Hände und unsere Schöpferkraft haben, und immer noch Zugang zu Schönheit, die uns an jedem Morgenhimmel grüsst. Immer noch im Herzen unbeschadet sind. Manch einer fühlt nach dem ersten Kummer eine Kühnheit in sich aufsteigen, wenn er etwas Bedeutendes verliert, und diese Kühnheit ist ein Aufbegehren, weil wir spüren dass das was wir zu besitzen glaubten, uns besaß – und besetzte. Und diese Kühnheit ist noch mehr: sie ist die Ahnung des nicht endlichen Seins, der tiefen Freiheit, die Erfahrung, dass in uns eine Instanz ist, die durch nichts beschädigt wird. Die immer heil ist, was da auch kommt. Die in sich die evolutionäre Kraft des Universums trägt, die strebt und wächst und einen immer vollkommeneren Ausdruck ihrer selbst sucht, die zu immer klarerer Bewusstheit hinblüht.

Diese Instanz ist unser tiefstes Wesen. Unser Gewahrsein, unser Seelengrund. Hier eröffnet sich die Welt, in der wir uns entgrenzen lassen können. Stell Dir eine Zwiebel vor mit ihren vielen Hautschichten. Haut um Haut lässt Du los, jedes Mal wenn Dir ein Selbstbild, eine vertraute Ordnung, ein Besitz verloren geht. Denn jedes mal wirft das Leben die Frage auf: Erschöpfte sich Dein Wesen in diesem Selbstbild? Bist Du weniger geworden durch den Verlust Deiner Ordnung? Bist Du beschädigt durch den Verlust Deines Hauses? Bist Du kein vollständiger Mensch mehr, weil Dein Partner fort ist? Bist Du weniger Schöpfer, weil Du ohnmächtig bist?
Und wenn Du ehrlich bist, musst Du sagen: nein.
Das ist großartig.

Wenn uns das Leben an diesen Punkt führt, an dem wir dieses nein sprechen können, dann dürfen wir dankbar sein, denn es führt uns zum größten Ja, zur Akzeptanz dessen, was ist, und zur Akzeptanz und Würdigung unserer Verantwortung und Gestaltungskraft. Wir nehmen uns die Zeit, das Alte zu betrauern. Trauer ist gut und heilsam. Und dann üben wir uns darin, die Erkenntnis die darin liegt, dankbar anzunehmen und uns von ihr formen zu lassen.

Der Tod ist zweifellos der strengste Lehrer. Denn er erinnert uns daran, dass wir nichts besitzen, auch nicht die Zeit mit einem Menschen. Wenn sie abgelaufen ist, müssen wir es annehmen. Müssen auch annehmen, dass wir wünschten, wir hätten vieles besser gemacht. Dort, wo wir unbeschadet sind, wissen wir jedoch, dass kein Leben je verloren ist. Und dass nichts jemals aus dem Ozean fällt, der jedes Leben hervorbringt.

Es hat einen Grund, dass es in schamanischen Traditionen Trauerrituale gibt, in denen Tränen gesammelt werden. Es hat einen Grund, dass die Tara aus dem Buddhismus in einer Lotosblüte aus einem Meer der Tränen aufsteigt. Es hat einen Grund, dass in christlicher Volksfrömmigkeit Menschen ihre Tränen der Gottesmutter oder Jesus darbringen. Aus diesen Bildern und Ritualen grüsst uns das Wissen, dass am Grunde des tiefsten Verlustes das Unverlierbare wartet. Hier drückt sich unsere Ahnung aus, dass uns Menschen die schöpferische Kraft innewohnt, aus Schmerz eine treibende Kraft zum Guten hervorzubringen. Dort, wo wir Leiden erleben und beobachten, drängt aus unserer Brust eine Sehnsucht nach einer besseren Welt. Ein evolutionärer Wille zum Guten. Geben wir uns diesem Willen hin.

Zwischen dem, was Du heute verlierst, und dem, was Du morgen erringst, liegt alles was Du brauchst. Alles was Du bist. Ein unbeschadeter, unverrückbarer Ort des Lebens.

Diese Zeit ist zweifelsohne eine Zeit der Ent-deckung. Das, was wir im Innersten sind, möchte aufgedeckt und entfaltet werden. Und wir sind dazu imstande, diese Entfaltung zu bejahen und auszutragen. Auch wenn wir uns mal klein oder überfordert fühlen.

Hab Mut und sprich auch Anderen Mut zu. Hab Vertrauen und sei vertrauenswürdig. Sei nachsichtig mit Dir und Anderen, wenn Dir oder ihnen mal der Mut sinkt. Vergiss nicht, dass jedem Tag, jedem Moment die Möglichkeit der Erneuerung innewohnt. Es gibt kein Zuspät für Veränderung, für Erkenntnis, für Versöhnung, für Tatkraft, für Liebe. Für die Erfahrung des Unendlichen in Deiner heiligen, einzigartigen Endlichkeit.

Ich wünsche Dir ein frohes Weihnachtsfest, besinnliche Rauhnächte und ein gesegnetes, lebendiges und herzensfrohes 2014.

Giannina

(Ich verabschiede mich bis Anfang Januar in die Stille und wünsche Euch eine gute Zeit ♥)

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Mögen Deine Wege gesäumt sein
mit Menschen die Dich lieben
mit Erfahrungen, die Dich wachsen lassen
mit Erkenntnissen, die Dich weiser machen
und mit Träumen, die Dich beflügeln.

Mögest Du Freund sein
Dir selbst,
dem Menschen,
der Erde,
und allem was auf ihr lebt und wächst.

Möge das neue Jahr
das Beste in Dir hervorbringen
und möge Dein Bestes
dem Wohle aller dienlich sein.

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Auf der gestrigen Veranstaltung, über die ich eben schrieb, hing dieses Bild. Darauf steht „Licht, Leben, Liebe“. Zusammen mit dem tief empfundenen Unterwegssein, bei dem wir einander begegnen und etappenweise begleiten dürfen, bringt das die Wünsche auf den Punkt, die ich für 2012 habe.

Mögen wir alle auf unserer Pilgerreise, auf unseren individuellen Wegen der Entfaltung, mit Licht, Leben und Liebe erfüllt sein.

Das wünsche ich Euch und mir für 2012.

Wir lesen uns im neuen Jahr! 🙂

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Practical Zen


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Sagt zumindest der Zenkater, und der muss es ja wissen. 🙂

Euch allen ein glückliches und gesegnetes 2011!

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