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Du hast uns
auf dich hin geschaffen,
und unruhig
ist unser Herz,
bis es Ruhe findet
in dir.
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(aus den „Confessiones“ des Augustinus)
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(aus den „Confessiones“ des Augustinus)
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„Jesus, Lover of my soul“, ein populäres englischsprach-iges Kirchenlied, verdankt sich dem Schaffen Charles Wesleys (1707-1788), einem der Mitbegründer der methodistischen Kirche. In dieser musikalischen Fassung (Melodie von Joseph Parry) findet man dies schöne Lied heute am ehesten in methodistischen Gemeinden.
Der wunderbare Fernando Ortega war aber auch so frei, es zu vertonen. Übrigens hat dieses Lied auch seinen Weg ins deutsche Kirchenliedgut gefunden, unter dem Titel „Jesus, Heiland meiner Seele“ (für die, die es googeln wollen).
Da das Einbetten deaktiviert ist, muss man hier freundlich um die Ecke klicken:
Jesus, lover of my soul,
Let me to Thy bosom fly,
While the nearer waters roll,
While the tempest still is high.
Hide me, O my Savior, hide,
Till the storm of life is past;
Safe into the haven guide;
Oh, receive my soul at last.
Other refuge have I none,
Hangs my helpless soul on Thee;
Leave, ah! leave me not alone,
Still support and comfort me.
All my trust on Thee is stayed,
All my help from Thee I bring;
Cover my defenseless head
With the shadow of Thy wing.
Wilt Thou not regard my call?
Wilt Thou not accept my prayer?
Lo! I sink, I faint, I fall—
Lo! on Thee I cast my care.
Reach me out Thy gracious hand!
While I of Thy strength receive,
Hoping against hope I stand,
Dying, and behold, I live.
Thou, O Christ, art all I want,
More than all in Thee I find;
Raise the fallen, cheer the faint,
Heal the sick, and lead the blind.
Just and holy is Thy Name,
Source of all true righteousness;
Thou art evermore the same,
Thou art full of truth and grace.
Plenteous grace with Thee is found,
Grace to cover all my sin;
Let the healing streams abound;
Make and keep me pure within.
Thou of life the fountain art,
Freely let me take of Thee;
Spring Thou up within my heart;
Rise to all eternity.
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© Faruk Koksal
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(Rumi, „Hidden Music“)
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Es ist mal wieder an der Zeit für ein klangvolles Kyrie. Dieses hier stammt aus dem 12. Jahrhundert und hat eine Ursprünglichkeit und altertümliche Eindringlichkeit, denen ich mich nicht entziehen kann.
„Kyrie“ für zwei Stimmen, aus der frühen Notre-Dame-Schule.
Künstler: Ensemble Organum, Marcel Peres.
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oh schwarze nacht
in deine flut
darf nun mein herz sich senken
und müde perlt von meiner stirn
ein ruheloses denken
aus meiner brust
steigt kraftvoll auf
mit tintenschwarzen schwingen
ein vogel der sich seele nennt
er will dem einen singen
an jenem ort
der ihm gehört
ist jeder klang in blüte
und jede unvollkommenheit
zerrinnt in seiner güte
hier schenkt er sich
dem liebsten hin
dass einer gleicht dem andern
und wenn das lied verklungen ist
muss es stets weiter wandern
der morgen naht
und wie im traum
hör’ ich ein flügelschlagen
mir ist als müsse meine brust
den dorn der liebe tragen
bild(ausschnitt): © Eddie Kisosondi
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Nasheeds sind religiöse Lieder des Islam, die ohne Instrumente gesungen werden. Die Abwesenheit von Instrumenten soll garantieren, dass die Musik als „halal“ (zulässig) und nicht „haram“ (verboten) gilt. In Nasheeds wird die Stimme zum Instrument und Gebet zu Klang. Von diesem schönen Nasheed des Südafrikaners Zain Bhikha findet man online dankenswerterweise eine englische Übersetzung, dich ich anfüge.
The morning light is by your countenance,
And the splendour of the night by your plaits.
The master is a treasure of grace,
The master is a treasure of mercy.
He is the guide of the whole community,
And the one who shows the way of the Sacred Law.
They (sheep) came upon the gesture of a finger,
Stones from the Hijaz began to speak.
And the moon was split in two,
By a single gesture of the finger.
On the night of the Ascension,
The Archangel Gabriel came with tidings of God.
Allah called him to the heavens,
[And] bestowed upon him the
honour of intimacy.
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Wer den inzwischen fast 3 Jahre alten Klanggebet Blog verfolgt, hat sicher gemerkt, dass ich eine Leidenschaft für das Fotografieren habe. Immer wieder aufs Neue erweisen sich Spaziergänge in der Natur für mich als Quelle der Kraft und Anbindung. Hier geht es ja recht textlastig zu und daher ist nicht immer Platz für Bilder – auch wörtlich genommen ist das hier verwendete Script einfach nicht besonders bildfreundlich.
Deswegen gibt es nun seit dem 1.1.2012 – für alle die gern mit Herz und Auge hinsehen - das Bildgebet Blog.
Geplant ist, jeden Tag des Jahres ein Bild zu veröffentlichen, aus Augenblicken in Natur, Alltag, sakralen Räumen, kurzum in allen Lebenslagen.
365 Tage, 365 Bilder - eine Pilgerreise des Sehens. Ich freue mich über Mitpilgernde und wünsche viel Freude.
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Ich habe hier ja schon diverse Formen des christlichen Mantras „Kyrie eleison“ eingestellt, und bin über die musikalische Vielfalt dieses Gebetes ungebrochen begeistert. Das nehme ich heute zum Anlass, hier eine Rubrik für musikalische „Kyrie“-Fassungen einzurichten, und nach Ausflügen in armenische und koptische Klangwelten wird es heute kreolisch mit dem Kyrie der „Misa Criolla“ (Kreolische Messe) des 2010 verstorbenen argentinischen Komponisten Ariel Ramirez. Mich erinnern diese höchst unterschiedlichen Gesänge daran, wie sehr Glaube und spirituelles Erleben auch immer kulturell eingefärbt sind. Und das ist absolut wunderbar, solange wir uns daran erinnern, dass es schon immer so war, und dass daher keine kulturelle Ausprägung sich Überlegenheitsgefühle gegenüber anderen gestatten sollte.
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Auf der gestrigen Veranstaltung, über die ich eben schrieb, hing dieses Bild. Darauf steht „Licht, Leben, Liebe“. Zusammen mit dem tief empfundenen Unterwegssein, bei dem wir einander begegnen und etappenweise begleiten dürfen, bringt das die Wünsche auf den Punkt, die ich für 2012 habe.
Mögen wir alle auf unserer Pilgerreise, auf unseren individuellen Wegen der Entfaltung, mit Licht, Leben und Liebe erfüllt sein.
Das wünsche ich Euch und mir für 2012.
Wir lesen uns im neuen Jahr!

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Von 28.11.11 bis zum 1.1.12 findet in Berlin das Taizé Jugendtreffen statt. Tausende Jugendliche aus aller Herren Länder sind nach Berlin gereist, um ihren „Pilgerweg des Vertrauens“ fortzusetzen.
Taizé ist Klang
Ich hatte meine erste Begegnung mit Taizé Gesängen, als ich 15 war. Einer meiner Freunde hatte mich ins Auto gestopft und gesagt „Heute abend ist Taizé, da müssen wir unbedingt hin, das ist so toll!“. Ich hatte ja nicht die geringste Ahnung, wovon er sprach, aber vertraute seinem Urteil doch so weit, dass ich Gutes erwartete. Das Treffen fand irgendwo in Siegburg statt, und ich weiss nicht viel mehr, als dass ich in einen riesigen dunklen Raum trat, der nur von Kerzen hier und da erhellt wurde, und überall saßen junge Menschen auf dem Boden, auf ihren Gebetsbänkchen oder auf Kissen, und bevor ich das noch seltsam finden konnte, erklang auch schon eine Frauenstimme, die die butterweiche Stille zerteilte wie ein Diamant Glas teilen würde. Die jungen Leute stimmten ein, gleich einem Mantra wurde eine Zeile immer wiederholt, fünf Minuten lang, zehn Minuten lang, es wurde mehrstimmig, und mir schmolz das Herz nur so dahin.

Als ich wieder zuhause war, wollte ich alles über Taizé wissen, und man bedenke dass es damals noch kein Google gab, das ich hätte konsultieren können, also fragte ich mich eben so durch, und irgendwer aus meinem kirchlichen Umfeld drückte mir eine Broschüre in die Hand, in der ich nachlesen konnte, dass es sich also um einen ökumenischen Männerorden unter Roger Schutz handelt, und dass an der Vision des Ordensgründers hunderttausende Menschen aus aller Welt hängen, die sich ebenfalls eine sichtbare Einheit in Christus wünschen, ohne all das konfessionelle Gezänk das man so kennt.
Unvergessen: Singen ist Gemeinschaft
Ich interessierte mich damals nicht für Ökumene oder Jugendbewegungen, weswegen ich die ganze Sache schnell wieder vergaß. Bis auf die Gesänge. Die habe ich nie vergessen.
Als 2005 Frère Roger ermordet wurde, war ich erschüttert. Insbesondere, weil mir kaum jemals eine christliche Gemeinschaft begegnet ist, die in ihrem Weg und ihrer Suche so unaufdringlich, friedlich, offen und demütig daherkommt. Die Communauté selbst gibt an, dass Taizé „keine Bewegung“ und „botschaftsfrei“ sei, und fast möchte ich widersprechen und sagen, das allein ist ja schon Botschaft genug, dass sich Menschen aus aller Welt treffen um zusammen zu beten und zu singen, und dass sie sich mit Vertretern anderer Konfessionen und Religionen treffen und dort den Wunsch äußern wiederum zusammen zu beten und zu singen. Niemals tritt jemand als Theologe, Lehrer oder religiöse Führungsgestalt in Erscheinung, und die Fratres erkennt man inmitten der Betenden nur wegen ihres Habits (nicht wegen ihres Habitus).

Abendgebet in Berlin
Gestern nahm ich am Abendgebet des Jugendtreffens teil, das auf dem Messegelände stattfand. Mit bescheidenen Beleuchtungseffekten und einigen kunstvollen Pointen wie etwa der Johannesminne-Skulptur hatte man dort einen stimmungsvollen Raum geschaffen, in dem auf vielfältige Weise gebetet und gesungen wurde. Mein persönliches Taizé Lieblingsmantra „Bleibet hier und wachet mit mir“ klang ganze 12 Minuten durch die Räumlichkeiten, und das war für mich eine ganz wunderbare Form des Klanggebets.
Überkonfessionelles Bekenntnis
Die wenigen Worte, die in einem Taizé Abendgebet überhaupt gesprochen werden, haben weniger Predigt- als Grußcharakter. Wenn überhaupt ein Selbstverständnis geäussert wurde, dann in den Worten „Kirche ist keine Sondergesellschaft“ und „Wir alle sind das Salz der Erde“. In dieser Spiritualität ist „Kirche“ kein Haus, keine Institution, sondern ein bewegter, ein pilgernder Fluss von Menschen, die sich von Gott berühren lassen und sich um-formen lassen, mitten in der Welt, mitten in der Begegnung mit dem Gleichgesinnten und Fremden, und das mit einem unantastbaren Recht auf ihre eigene Gotteserfahrung und ihren eigenen Ausdruck.
Das ist ein spirituelles Bekenntnis, mit dem ich gut leben kann, weil es, ernst genommen, die Grenzen der Konfession zu transzendieren imstande ist, und weil es fern jeder Sattheit auf die Notwendigkeit und Schönheit des „Unterwegsseins“ verweist.

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Mehr aus einer nächtlichen Laune heraus, aber mit viel Freude am klammheimlichen Adventssingen habe ich die Anrufung Emmanuels aufgenommen. Und das teile ich gerne mit Euch, verbunden mit herzlichen Wünschen, Ihr alle möchtet eine schöne letzte Adventswoche und eine herzerwärmende Weihnachtszeit verleben.
Im letzten Jahr schrieb ich hier einen Artikel „Ein heiliger Tausch“ über Gedanken vor der Krippe. Ebenso schrieb ich dieses Jahr über Marias „Mir geschehe nach Deinem Wort“ und über die „Gottesgeburt in der Seele“ – hier wog ich die über die Grenzen der Konfession hinausgehenden Geheimnisse des Christentums in meinem Herzen und in den hinterlassenen Zeilen. Alle neu dazugekommenen Leser sind herzlich eingeladen, in diesen auf die weihnachtlichen Mysterien ausgerichteten Artikeln zu stöbern, aber auch allen Anderen lege ich sie ans Herz. Leider fehlt mir oft die Zeit, diese Dinge hier im Blog weiter zu entfalten.
Vielleicht kann man sagen, dass es mir inzwischen ein großes Herzensanliegen geworden ist, die Schätze des Christentums auch jenen zugänglich zu machen, die von Aversionen oder Ängsten geplagt sind – und das in Achtung vor der Freiheit des Einzelnen, innerhalb oder außerhalb der Konfession seine spirituelle Entfaltung zu vollziehen.
Ich freue mich über alle, die etwas für sich mitnehmen können aus dieser Heils-Geschichte, deren Tiefe – da bin ich sicher – wir längst noch nicht gänzlich erschlossen haben.
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Bildausschnitt oben: Wurzel Jesse Darstellung, Quelle: Wikipedia
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Neulich sprach ich schon dieses Lied an, heute fahre ich fort: Von diesem Lied gibt es verschiedene Fassungen, deren erste strophische Reimfassung aus dem „Psalteriolum Cantionum Catholicarum“ stammt. Die Strophen wurzeln in den O-Antiphonen, die seit dem siebten Jahrhundert gebetet werden.
Die O-Antiphonen sind Anrufungen innerhalb der adventlichen Liturgie. Sie entspringen Bildern des Alten Testaments, die von der Erwartung des Messias sprechen.
In den letzten sieben Tagen vor Heiligabend also ruft das Volk den Messias mit diesen Bezeichnungen herbei:
O sapientia (Weisheit)
O Adonai (Herr)
O radix Jesse (Wurzel Jesse)
O clavis David (Schlüssel Davids)
O oriens (Aufgang)
O rex gentium (König der Völker)
O Emmanuel (Immanuel, Gott mit uns)
Die Fassung, die das untere Bild zeigt, stammt von Heinrich Bone aus dem Jahr 1851 aus einem von ihm herausgegebenen katholischen Gesangsbuch – unter dem Stichwort „Sehnsucht“. Sie ist sowohl inhaltlich als auch bezüglich der Reihenfolge der Symb0le nah an der lateinischen Version.
Es enthält die Symbole „Jesses Herrscherstab“, den Sonnenaufgang und „Davids Schlüssel“. Was aber haben uns jene Symbole heute noch zu sagen, die altertümlich klingen und Ausdruck einer offenbar speziell jüdischen Heilserwartung zu sein scheinen?
Vielleicht finde ich in den nächsten Tagen noch Zeit, das ein oder andere dazu zu betrachten. In der Zwischenzeit wird gesungen
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