Als ich neulich einigen Fußballfans begegnete (und sie betrachtete wie exotische Vögel), fiel mir eine Begebenheit aus meiner Jugend ein: ein von mir sehr geschätzter Jesuitenpater sagte damals „Im Fußballstadion sieht man, wozu der Mensch geboren ist – zum Loben und Jubeln.“
Ich fand diese Aussage damals ausnehmend attraktiv – insbesondere, weil es mir bis dato noch nicht gelungen war, Fußball für etwas anderes als reine Zeitverschwendung zu halten. Je intensiver ich das Bild jubelnder Fans im Stadion vor meinem geistigen Auge entfaltete, desto klarer wurde mir die Wahrheit darin. Wenn man mal von den paar Hooligans absieht, die offenbar auf der Suche nach Streit sind, gehen doch die meisten Besucher deshalb ins Stadion, weil sie ihre Mannschaft lieben, sie moralisch unterstützen wollen, weil sie Vertrauen haben, dass ihre Mannschaft triumphieren wird und weil sie feiern möchten, wenn genau das eintritt, und weil sie es lieben, zusammen mit ihrer Mannschaft und mit Gleichgesinnten zu jubeln. Die Freude am Jubeln ist ja so gross, dass die meisten Besucher schon anfangen, La-Ola-Wellen in Gang zu setzen, bevor der Ball auf dem Feld ist.
Und wenn das in die Mannschaft gesetzte Vertrauen sich auszahlt und der Sieg wahr wird, dann sieht man Menschen, die nahezu in Verzückung geraten. Sie liegen sich in den Armen, rufen und singen bis zur Heiserkeit und genießen den Funken, der überspringt, wenn viele glückliche Menschen zusammen sind. Sie kosten die Freude des Triumphs aus, den Lohn der Hoffnung und die Gemeinschaft beim Loben.
Jubeln liegt in der Natur des Menschen
Parallelen zur religiösen und spirituellen Praxis sind hier wirklich nicht schwerlich herzustellen. Geht nicht auch der Gläubige mit Hoffnung und Vertrauen zu seinem Gebetskreis, seiner Kirche, in seinen Tempel oder zu seinem spirituellen Zirkel, um zusammen mit ihnen das Göttliche zu preisen? Gott anzubeten? Den göttlichen Quell zu feiern? Und das vereint den Katholiken, der die Anbetung des Sakraments pflegt, mit dem Muslimen, der die 99 Namen Allahs ruft (und was für wunderschöne Namen das sind!), mit dem Hindu, der in der Puja die Götter verehrt und mit allen anderen Menschen, die ihrem Herzen folgen und ihrem Bedürfnis nachkommen, Gott auf ihre Art zu loben.
Der Wunsch, das Göttliche zu besingen, zu feiern, zu loben und zu bejubeln, ist dem Menschen eingepflanzt. Und diesem Wunsch nachzugehen, bedeutet, einen Quell der Freude zu öffnen, der nie aufhört zu strömen. Das ist ganz natürlich, weil es die Natur der Liebe ist, diesen Dialog zu suchen.
Wenn Dich ein Mensch in Liebe anlächelt, merkst Du auch, wie sich etwas in Dir verändert. Du lächelst zurück, etwas in Dir öffnet sich, etwas in Dir beginnt zu strahlen. Du bist dankbar und Du bist froh – Du sonnst Dich in dieser Liebe, Du fühlst eine Erwiderung in Dir und Dein Herz feiert. Und da die göttliche Liebe Dich immerzu anlächelt – um wieviel mehr verändert sich etwas in Dir. Um wieviel mehr ist fühlbar, dass Du Dich öffnest, dass Du beginnst zu strahlen, dass Du dankbar bist und froh und dass Du erwidern willst. Dass Dein ganzes Sein feiert.
Nimm Kontakt auf mit dem Quell der Freude
Wenn Du schon lange nicht mehr gejubelt hast, wenn Du Dich schon lange nicht mehr so gefühlt hast, als sei Dein Inneres offen und weit und in Freude – dann nicht, weil die göttliche Liebe aufgehört hat, Dich anzulächeln. Sondern weil Dich vielleicht tausend Dinge davon abgelenkt haben, den inneren Raum zu betreten, in dem Du dieses Lächelns gewahr wirst. Vielleicht ist viel passiert und Du hattest viel Arbeit, und möglicherweise bist Du krank oder hast Liebeskummer oder Du hast einfach vergessen, dass es diesen inneren Raum gibt…
Dann mach doch den heutigen Tag zu dem Tag, an dem Du diesen inneren Raum betrittst. Sich dem Lächeln der Liebe Gottes auszusetzen, das ist eine Form des Gebets. Du brauchst dafür gar nichts zu tun, ausser Dich in die Stille zu begeben und Dich ansehen zu lassen. Dich dem Blick Gottes auszusetzen und ihn anzusehen. Die Hindus nennen das „Darshana“. Die christlichen Mystiker nennen es „Versenkung“. Es ist eine Begegnung in Stille. In der Stille Deines Herzens spricht das Göttliche mit Dir. Und dieses Gespräch verändert Dein ganzes Leben und eröffnet Dir den Quell der Freude. Und der strömt dann aus Dir heraus, als Freude, als Dank, und nicht selten…als Jubel.
Bis zum heutigen Tage ist es des Menschen heilige Pflicht, das Ideal der richtigen Beziehungen zum Wohle aller Wesen zu verwirklichen.
Das Ideal, der rhythmische Puls, die Hauptsache, um die sich alle Fäden des einzelnen und kollektiven Schicksals drehen, heißt, das Mysterium des Geistes, die Beziehungen zwischen Bekommen und Geben wahrnehmen.
wie Ihr wisst, gibt es hier seit neuestem das Angebot, Wunschthemen einzureichen, über die ich dann schreibe (in der Hoffnung, der ein oder andere findet darin Antworten, Anstöße, Anregungen und viele andere schöne Dinge, die mit der Silbe „An“ beginnen). Von diesem neuen Angebot wurde schon fleissig Gebrauch gemacht – ich freue mich!
Hier sind also die ausgewählten Wunschthemen, die in nächster Zukunft in die Artikel einfließen werden:
1. Der freie Wille – existiert er wirklich?
2. Visualisierung – wie kann man sie üben, oder gibt es sinnvolle Alternativen?
3. Wege aus der gefühlten Einsamkeit
4. Gibt es Sünde? Wie wird man Schuldgefühle los?
5. Ist jeder Mensch hellsichtig/feinstofflich begabt?
6. Was genau ist ein “Lichtarbeiter“?
7. Eine spirituelle Betrachtung des Tieres
Das ist nun nur eine Auswahl, denn ich kann nicht über jedes Thema schreiben, und auch nicht sofort über jedes Thema schreiben.
Wenn Dir auch noch etwas auf dem Herzen liegt, kannst Du es gern hier erwähnen oder mir ganz diskret eine Email schreiben. Ich nehme gern das ein oder andere Thema mit ins Gebet und die Reflexion.
Seid herzlich gegrüßt, und wir lesen uns in Kürze .
Du göttliche Kraft, aus der ich geboren bin
Du unerschöpfliche Kraft, die Du in mir fließt
und aus mir strömst
erwecke, was ich wirklich bin
verhilf mir zur tiefsten Wahrheit meines Seins
zu meinem wahren Gesicht
zu meiner wahren Größe
zu meiner innersten Würde und Schönheit
Erwecke meine Gaben,
die der Himmel mir schenkte
Erwecke meine einzigartigen Fähigkeiten
meine Talente und Stärken
damit ich mich zum Ausdruck bringen kann,
und ich das Glück und den Wohlstand finde,
die für mich vorgesehen sind
Schenke mir einen Ort der Arbeit,
an dem ich sein kann was ich bin
an dem ich entfalten kann,
was mir geschenkt wurde
und an dem ich Segen sein kann für Alle
Schenke mir eine Tätigkeit,
die meinen Geist klar macht
und mein Herz mit Liebe erfüllt
die meine Seele wachsen lässt
und die Freude aller Menschen mehrt
Ich weiß, dass Du für mich sorgst
ich weiß, dass Du mein Glück willst
und dass Du alles für mich fügst
am richtigen Ort, zur richtigen Zeit,
begleitet von den richtigen Menschen
mit denen ich, Hand in Hand, Segen sein kann
und dafür danke ich Dir
Lass mich, an jedem Tag und in jeder Nacht
ein Loblied sein, das die Liebe preist
Heute möchte ich mit Euch über heilsame Tränen sprechen. Ich treffe immer wieder auf Menschen, die von Lichtarbeitern in den irrigen Glauben geführt werden, es schicke sich nicht zu weinen, da Tränen nur zuviel Ego, zuviel Gefühlsbindung an die Welt, zu wenig Gottvertrauen und zu wenig Gelassenheit verrieten. Nun, ich denke, dass das so nicht stimmt. Ich denke, der Lichtarbeiter, der Glaubende, der Mensch, der seine Fähigkeit zu Weinen vorschnell verliert, verliert den Kontakt zu seinem tiefsten Inneren, zu seinem Herzen und zu seiner Menschlichkeit.
Eine Arie zur Einstimmung
Aber bevor ich Euch mit diesem tränennassen Thema konfrontiere, möchte ich Euch einen Clip einstellen. Dieser Clip zeigt eine Arie der Händel Oper „Julius Cäsar in Ägypten“. Ich halte diese Arie für die traurigste, herzerschütterndste Klage-Arie des Barock. Wer mich kennt, weiss, dass ich über alles in die Barockmusik verliebt bin, und ich kann sagen, diese Liebe begann mit genau dieser Arie. Sie heisst „Son nata a lagrimar„. Was das heisst? „Ich bin geboren um zu weinen„. Als ich diese Arie in einer Händelaufführung im Fernsehen sah, im Alter von etwa 14, da änderte sich mein gesamtes Musikempfinden. Ich hatte noch nie etwas traurigeres, innigeres und schöneres gehört. Mir strömten die Tränen endlos. Ich glaube, wenn Du nun diese Arie hörst, dann bist Du bestens eingestimmt auf meinen Artikel über die heilsamen Tränen.
Kannst Du weinen?
Ich bin schon Menschen begegnet, die sagten mir mit tiefem Bedauern, dass sie die Fähigkeit zu Weinen verloren haben. Einer meiner besten Freunde sagte mir in einer ruhigen Stunde, er habe seit fast zehn Jahren keine einzige Träne mehr hervorgebracht, und das, obwohl sich in seinem Leben Traurigkeiten aneinander reihten, die ihn zutiefst schmerzten. Eine Männerkrankheit ist das nicht. Ich kenne mindestens ebenso viele Frauen, die mir sagen, sie erinnern sich nicht mal daran, wann sie das letzte mal geweint haben.
Wäre der Anlass dafür ständige Freude oder Gelassenheit der Buddha-Natur, dann würde mich das nicht nachdenklich stimmen. Aber das Versiegen der Tränen ist in all jenen Fällen, die mir beschrieben wurden, Folge einer inneren Starre, einer Verhärtung und einer in der Vergangenheit liegenden Überschreitung der eigenen „Schmerzgrenze“.
Manch einer erlebt diesen Zustand, wenn ein geliebter Mensch stirbt. In diesem Moment, in dem die meisten Tränen fließen müssten, sind plötzlich nur Starre und Leere, und die Tränen kommen manchmal erst Jahre oder Jahrzehnte später. Ein innerer Schutzwall baut sich auf, wenn der Schmerz zu groß scheint, um ihn ertragen zu können. Und viele wissen nicht mal, dass sie diesen inneren Schutzwall schon lange mit sich herumtragen. Manche haben ihn wegen einer schlimmen Kindheitserfahrung, manche wegen einer unverarbeiteten Trennung, manche wegen verdrängter Trauer. Und dieser Schutzwall bringt sie um die Tiefe des Gefühls.
Ich frage also: Kannst Du weinen? Wann hast Du das letzte mal geweint? Und warum weinst Du?
Die weinende Christenheit und der leidenschaftslose Buddha
Sieht man sich christliche Traditionen an, findet man weinende Menschen noch und nöcher. Die Bibel ist voller weinender Menschen: Frauen, die Jesus mit ihren Tränen benetzen, klagende Frauen, hadernde Fromme, die Gott ihre Tränen darbringen wie Hiob, der dabei lyrischer nicht sein könnte: „Und so ist meine Laute zur Trauerklage geworden und meine Flöte zur Stimme der Weinenden“ (Hiob 30,31). Es wird nicht dramatisch beschrieben, aber auch über den Nazarener heisst es „Jesus weinte“ (Johannes 11,35). Schaut man sich mal die Wallfahrtsorte der Katholiken an, fällt auf, dass es besonders viele weinende Marien- und Jesusstatuen gibt. Unabhängig davon, was davon zu halten ist, ist auffällig, dass der gläubige Katholik annimmt, die Heiligen und selbst Gott vergössen Tränen um ihre geliebten Menschen.
Für einen Buddhisten undenkbar – hier hört man nicht selten, Jesus könne ja schon deswegen nicht erleuchtet gewesen sein, weil er weinte, also noch negative Gefühle empfand und nicht in den Zustand der Leidenschaftslosigkeit aufgestiegen war.
Tränen als Ausdruck aufrichtigen Gefühls
Nach meinem Empfinden sind die Tränen in christlichen Traditionen vor allem eines: sie sollen die Aufrichtigkeit, die Reinheit und Tiefe des Gefühls unterstreichen. Wenn Hiob weint, dann weil er keinen Hehl mehr aus seinen Gefühlen macht. Der Schleier der Etikette ist heruntergerissen, der Lobpreis weicht der tiefen Klage, dem Hadern und dem Hilferuf aus tiefster Seele. Und endet das Kapitel über Hiob nicht mit den Worten „Hiob starb hochbetagt und satt an Lebenstagen„? Was belohnt Gott da? Dass Hiob auch im tiefsten Leiden in die Weisheit des göttlichen Plans hinein kapituliert? Oder dass sein tränennasses Gebet der Moment ist, in dem Hiob sich selbst, seiner inneren Wahrheit und seinem aufrichtigsten Gefühl begegnet?
Tränen jenseits der Erleuchtung?
Ich für meinen Teil glaube nicht, dass Jesus, Maria, Heilige, Engel der aufgestiegene Meister Tränen vergießen. Wie sollten sie auch? Etwas zutiefst zu bedauern, übermannt zu sein vom Schmerz, das ist zutiefst menschlich. Wir weinen aus Sorge, aus Angst, aus Trauer, aus Bedauern, aus Schuld, aus Wut sogar, und aus Mitgefühl, nicht selten aus Selbstmitleid. Und jemand, der die Vollkommenheit des göttlichen Plans schaut, jemand der die mystische Erfahrung des Sinns, der All-Einheit und der Liebe gemacht hat, kann gar nicht zurück ins menschliche Empfinden schmerzlicher Begebenheiten, das doch nur Ausdruck der Begrenztheit und der Unwissenheit ist.
Ich weine doch nur über den Tod, weil ich ihn für bedeutsam und gültig halte und ihn nicht ausreichend als das sehe was er ist: als Transformation. Ich weine doch nur über die Einsamkeit, weil ich vergessen habe, wie tief wir alle verbunden sind und wie man Gemeinschaft lebt. Ich weine doch nur über das Drama einer Trennung, weil ich nicht sehe, wie mich diese Erfahrung auf meinem Weg der Heilwerdung weiterbringt, und weil mir eine Sparflammen-Version von Liebe lieber ist als allein zu sein.
Schmerz zu empfinden bedeutet am Ende ja, die Aufmerksamkeit auf den „falschen“ Aspekt einer Situation zu legen. Bedeutet auch, zu sehr im Ego verstrickt zu sein, das in allem Zurückweisung und Tragödien sieht. Weinen ist menschlich. Und aus unseren Tränen können wir so viel lernen - wenn wir ihnen nachspüren.
Erleuchtung gibt es nicht auf Kosten der Menschlichkeit
Ich sagte am Anfang dieses Artikels, dass manch ein Lichtarbeiter behauptet, es schicke sich nicht zu weinen, da Tränen nur zuviel Ego, zuviel Gefühlsbindung an die Welt, zu wenig Gottvertrauen und zu wenig Gelassenheit verrieten. Und jetzt behaupte ich quasi das gleiche, denkst Du vielleicht. Aber ich sage nicht das gleiche.
Ich sage zwar: ja, ein Mensch, der auf dem Weg zur Erleuchtung, Vervollkommnung oder Heiligung (nenn es, wie Du magst) voranschreitet, wird immer weniger Gründe finden, aus Kummer zu weinen. Denn der Kummer wird ihn verlassen, Schritt für Schritt. Die Angst wird dem Vertrauen weichen, der Schmerz dem Mitgefühl, die Sorge der Gelassenheit, die Melancholie der Freude. Es liegt in der Natur des göttlichen Geistes, dass dort wo er den Menschen durchdringt, menschliche Gefühle transzendiert werden. Sie werden nicht ausgelöscht – sie werden in ihre höchste, reinste Form gebracht und ihrer „weltlichen“ Aspekte entledigt. Du wirst das selbst schon an Dir bemerkt haben. Was Dich vor zehn Jahren noch schreckte, löst in Dir heute vielleicht allenfalls ein Lächeln der Gelassenheit aus. So ist es auf dem Weg des persönlichen Aufstiegs – Du wächst, weil Gott das Beste in Dir hervorbringt und Dich verwandelt.
Und was ich jetzt sage, sage ich immer: es ist wichtig, dass man auf dem Weg seiner Vervollkommnung nicht Schritt C vor Schritt A macht. Wenn Dich also jemand dazu auffordert, das Ego zu beschneiden weil es Dir hinderlich sei, wenn Dir jemand sagt, Du sollest Deiner Traurigkeit keinen Raum geben weil Traurigkeit unerleuchtet sei, dann geh Deinen Weg besser ohne diesen Ratschlag. Denn Traurigkeit und Tränen zu ignorieren, zu übertönen oder sich selbst zu verbieten, wird Dich nicht auf dem Weg der Vervollkommnung voranbringen. Es wird Dich nur hart machen und Dich in die Unwahrheit führen, weil Du etwas in Dir verleugnest, was noch der Aufmerksamkeit bedarf. Du wirst Dich eine Weile schizophren fühlen, weil Du nach außen fröhlich wirkst aber im Inneren Traurigkeit mit Dir herumschleppst, der Du selbst nicht zuhören magst. Ich frage Dich: wer, wenn nicht Du, soll Deiner Traurigkeit zuhören?
Die Wahrheit in Deinen Tränen
Widme Dich also, bevor Du über die Transzendierung Deiner Traurigkeit nachdenkst, zunächst der Wahrheit in Deinen Tränen. Wenn sie Dich überkommen, dann horche nach innen. Was sagen sie Dir? Sind es Tränen der Wut und Ohnmacht? Weil Du Dich nicht durchsetzt? Dich nicht entfaltest? Sind es Tränen des Bedauerns, der Schuld, weil Du denkst, etwas falsch gemacht zu haben? Sind es Tränen der Trauer, weil Du etwas verloren glaubst, für immer verloren? Sind es Tränen des Mitleids mit Dir selbst? Weinst Du immer über dieselben Dinge? Und was könntest Du tun, um das zu ändern?
Suche in Deiner Traurigkeit das, was Dich weiterbringt. Das was Dir den Spiegel vorhält und Dir sagt: So bin ich. Und dann geh zum nächsten Gefühl über. Wenn Du viel und oft weinst und immer über dieselben Dinge, dann steckst Du fest. Dann stellt sich Dir die Aufgabe, etwas zu tun, um Dir selbst zu helfen. Wenn Du einen Freund hättest, der Deine Hilfe bräuchte, würdest Du nicht zu ihm eilen, zu jeder Tages- und Nachtzeit, um ihm beizustehen, ihm zuzuhören und ihm Lösungswege aufzuzeigen? Dann tu dies auch für Dich! Sei Dir ein liebender Freund.
Wenn Traurigkeit sich verselbständigt und das täglich Brot wird, dann ist es Deine Aufgabe, Deine Kraft wiederzufinden, denn in Dir wohnt göttliche Kraft und egal wie schlecht es Dir gerade geht, sie ist in Dir und will von Dir gefunden werden. Stelle Dich all diesen Dingen, die Dir in Deinen Tränen begegnen und Du wirst sehen, dass die Tränen gehen, sobald sie ihre Aufgabe erledigt haben. Unerledigte Dinge hingegen bringen die Tränen immer wieder zurück.
Die heilsamen Tränen, die geweint werden wollen, das sind die kleinen Botschaften, die Dein Innerstes Dir schickt und die zu entschlüsseln Deine Aufgabe ist. Und je aufmerksamer und liebevoller Du Dich Deinen inneren Wahrheiten annäherst, desto näher kommst Du den Tränen der Freude. Und von da geht es weiter, jeden Tag ein Stück…himmelwärts.
Heute freue ich mich darüber, dass KLANGGEBET jetzt auch die Ärmchen gen Youtube ausbreitet. Ich bin keine Videokünstlerin und vom animierten Bild weiss ich so gut wie nichts. Aber ich bin glücklich darüber, dass ich mit diesem kleinen Video nun auf Youtube Menschen begegnen kann, die sich sonst vielleicht niemals auf meine Website oder dieses Blog verlaufen hätten. Wenn jemand also auf diesem Wege ein Klanggebet für sich entdecken und die Freude in seinem Leben mehren kann, dann ist das einfach schön!
Wenn sich ein Videokünstler berufen fühlen sollte, mich zu unterstützen, darf er/sie sich herzlich eingeladen fühlen! Ich werde künftig mehrere Klanggebete bei Youtube einstellen. Wer dies verfolgen möchte, kann dort meinen Kanal abonnieren. Und wer dieses Mantra als Youtube-Clip auf seiner Website/in seinem Blog einbinden möchte, hat natürlich ebenfalls meine Erlaubnis und meinen Segen!
Da ich jetzt einige male gefragt wurde, was in diesem Mantra geschieht bzw. wie man es aktiv mitgehen kann, stelle ich hier eine kleine Übung vor, die sich mir während der Aufnahme zeigte.
Das Christus-Mantra: Eine Übung
Die Öffnung des Kronenchakras: Metatron bat mich, die erste Sequenz des Mantras dem Laut „M“ zu widmen. „M“ ist der Ton, der von vielen energetischen Schulen dem Kronenchakra zugeordnet wird. Das Kronenchakra verbindet mit dem Göttlichen, es ist die direkte Verbindung zum reinen Geist, zum Kosmos, zur Quelle. Du kannst die erste Sequenz des Mantras also dazu nutzen, dein Kronenchakra bewusst zu öffnen.
Stell Dir einfach vor, der Mittelpunkt Deines Schädeldaches ginge auf wie eine Tür oder wie ein Trichter. Dann lass das göttliche Licht hineinfliessen. Du kannst es wie ein Durstiger „ansaugen“, also Dir vorstellen, dass Du es durch Dein Schädeldach „trinkst“. Lass es in jede Faser Deines Körpers fließen, in Dein ganzes Sein. Manche empfinden Farben als hilfreich und hüllen sich dabei in violett.
Der Takt der Ewigkeit: Die zweite Sequenz beinhaltet den Grundrhythmus, der vom Klavier geschaffen wird. Wie Du vielleicht gemerkt hast, ist die Zahl der angeschlagenen Töne acht. Die acht ist, wie Du vielleicht weisst, wenn sie waagerecht liegt, das Symbol für die Unendlichkeit. Sie gilt in vielen Religionen und spirituellen Traditionen als Zahl der Einheit, Unendlichkeit und Ewigkeit. Du kannst diesen Takt mitgehen. Dazu gibt es viele Möglichkeiten.
Du kannst das Mantra im Gehen hören und Schritt für Schritt im Takt des Klaviers gehen. Dann ist dies ein Körpergebet. Es gibt viele Formen des Körpergebets. Du kannst Dich auch im Takt wiegen. Mit wiegen meine ich schaukeln, etwa wie man es von den orthodoxen Juden kennt, die diese Praxis des Oberkörper-Wiegens „schokeln“ nennen. Darüber blogge ich in Kürze. Es vertieft Deine Trance oder Deine Meditation.
Die Vereinigung: Wenn nun in den folgenden Minuten das Christos Kyrios an- und abschwillt, dann siehst oder fühlst Du vielleicht etwas, was mir während des Empfangs so erschien: Ich sah und empfand unendliche Weite. Für einen Augenblick hatte ich das Gefühl, sie könnte mir Angst machen, so uferlos war diese Weite und so klein ich darin. Dann aber wurde mir bewusst wie allumfassend unser Aufgehobensein ist. Die Christusenergie fließt Dir entgegen, sie umarmt Dich wie ein Mantel aus goldenem Licht. Sie durchdringt Dich und fließt wieder aus Dir, wie ein ewiger Kreislauf. Und je mehr Du Dich von ihr umarmen lässt, desto mehr wächst Du.
Vielleicht kennst Du dieses Gefühl aus anderen Meditationen, dass Du anschwillst. Dass Du Dich räumlich ausweitest, fast so, als könntest Du mit einem Schritt in Kalkutta sein und mit dem nächsten in Neuseeland. Dann spürst Du, dass Du alles auf dieser Welt segnen kannst, weil alles so nah liegt, alles von Deinem Sein berührt wird und alles miteinander verbunden ist. Du kannst Dich in diesem Mantra einfach ohne Anstrengung darauf einlassen, zu fühlen wie Du wächst, weil die Christusenergie sich mit Dir vereint. Das kann auf so viele Arten geschehen – schau einfach ein wenig auf die Bilder oder Empfindungen, die Du währenddessen hast.
Ich wünsche Dir viel Freude und Segen mit dieser Übung.
In diesen Tagen höre ich oft „Wie schade, dass der Himmel heute so grau ist“. Dann tut es mir leid – für die Person, der der graue Himmel so aufs Gemüt drückt, und für den grauen Himmel, dass er so wenig geliebt wird.
Ich weiss nicht, warum es so ist, aber schon als Kind liebte ich den grauen Himmel besonders. Grauer Himmel und Regen, für mich wie Ostern und Weihnachten an einem Tag. In England und Schottland wäre ich sicher noch besser aufgehoben als hier, da das dortige Wetter meinen Vorlieben sehr entgegenkommt.
Ich kann nicht genau sagen, was den Zauber des grauen Himmels ausmacht. Wenn ich aufstehe, und der Tag begrüsst mich mit verhangenem Himmel, dann freue ich mich darauf, draußen zu sein. Vielleicht weil ich weiss, dass ein verhangener Himmel immer bedeutet, dass es nicht so klirrend kalt ist. Und weil ich weiss, dass über dem Grau endlose Weiten liegen, die wir nur erahnen können. Vielleicht ist der Zauber im Grau darin, dass es sich anfühlt, als machte es den Himmel und die Welt kleiner, nur ein Stück, wie ein bescheidener Raum der Geborgenheit. Vielleicht freue ich mich über den Anspruch, den der graue Himmel an mich stellt, das Licht in meinem Herzen zu finden weil es sich heute draußen verstecken möchte. Dann spiele ich das Spiel mit, und fühle mich wie ein Kind. Vielleicht liebe ich am grauen Himmel, dass sich die kahlen Äste der Bäume vor ihm abzeichnen wie feine Adern eines Körpers, wie zerlaufene Tinte auf einem alten Pergament. Vielleicht liebe ich am grauen Himmel, dass es die Konturen draussen verschwimmen lässt und ich genau hinsehen muss, weil keine Sonne mir die Schönheit ausleuchtet. Vielleicht liebe ich, dass ich, wenn alles grau ist, draussen selbst die Farbe sein muss, die die Welt vermisst.
An solchen Tagen bin ich eingeladen, so viel zu entdecken. Dann liebe ich den grauen Himmel und der graue Himmel liebt mich zurück.
Als ich ankündigte, ein Klanggebet aufnehmen zu wollen, bewahrte der Zen-Kater, wie meist, vollkommene äußere Ruhe. Doch auch wenn er stolz und mit scheinbar müheloser Balanciertheit auf der Stuhllehne verharrte, verriet etwas an seiner Haltung, dass er mein Vorhaben angesichts der Fischknappheit im Hause für außerordentlich empörend hielt.
Das folgende Channeling ist eine Botschaft von Erzengel Metatron, der über den 11.11. spricht und sich an all jene richtet, die den heutigen Tag als besonderen Tag wahrnehmen. Die darin enthaltenen Übungen behalten Ihre Wirkung natürlich über diesen Tag hinaus. Das Mantra wurde ebenfalls gechannelt und auf Wunsch Metatrons lauten die Worte darin „Christos Kyrios“. Es dient jedem, der sich bewusst auf die göttliche Liebe ausrichten möchte, welchen Namen er ihr auch immer geben mag.
„Hier spricht Metatron. Ich heiße Euch willkommen. Ich halte das Buch in Händen, in dem alles Leben eingeschrieben ist. Hüter allen Wissens bin ich. Ich verschenke Wissen an jene, die sich öffnen.
Abschiedsschmerz und Geburtswehen
Heute ist der 11.11. Ich weiß, dass viele von Euch diesem Tag mit großer Erwartung entgegengesehen haben. Am heutigen Tag vereinen sich Tod und Leben, der Schmerz des Sterbens mit dem Schmerz der Geburt.
Was Eure Herzen in Kümmernis bringt, ist der Schmerz des Alten, das gehen muss und das Ihr noch nicht gehen zu lassen bereit seid. Dieser Schmerz vereint sich mit den Wehen, in denen Euer Leben liegt. Ein neues Leben beginnt sich zu manifestieren. Wie sollte dies nicht schmerzen? Aber was ist der kurze Schmerz einer Geburt gegen die Freuden eines ganzen Lebens? Blickt nicht auf den Schmerz sondern auf die Freude. Sie ist schon da und möchte begrüßt werden.
Der heutige Tag ist ein Fest, denn Christus ist unter Euch
Heute ist ein Fest. Auch wenn Ihr müde zur Feier kommt, weil die letzten Wochen Euch viel Kraft gekostet haben, feiert ausgiebig. Die Müdigkeit wird bald vergessen sein.
Am heutigen Tag ist der Christus unter Euch, mehr denn je. An diesem Tag, so steht es im Buch geschrieben das ich halte, steigen viele unter Euch auf und formen das Antlitz der Erde neu. Am diesem Tag, so steht es geschrieben, ist ein Licht entzündet, dessen Anziehung so groß ist, dass niemand mehr widerstehen kann.
Ich bin gekommen um Euch zu sagen, dass Ihr heute umarmt werdet auf eine Weise, die jeden Zweifel besänftigt.
Wissen, das tief aus dem Herzen kommt
Es ist an der Zeit, Euch neu zu orientieren. Alles, was Ihr wisst, kann verworfen werden, wenn es kein Herzenswissen ist. Die Zeit des Herzenswissens ist da. Was Ihr lernen wollt, lernt von den Dingen selbst. Was Ihr erfahren wollt, erfahrt indem Ihr mit den Dingen sprecht. Es ist ein Unterschied, ob Ihr über etwas oder jemanden sprecht, oder ob Ihr mit etwas und jemandem sprecht.
Zu jedem Menschen der ist, und zu allem was ist, könnt Ihr Herzensverbindung aufnehmen. Wenn Ihr es Euch vorstellt, begreift dies als Bild. Eure Seele ist längst mit allem und jedem verbunden. Es zu visualisieren, bedeutet nur es innerlich zu verkosten, es bedeutet nicht, es erst herstellen zu müssen.
Alles, wonach Ihr Euch sehnt, alles worauf Ihr hinstrebt, ist längst da. Dies ist eine Geburt und sie ist wie ein Erwachen. Wie aus einem Traum erwacht Ihr und öffnet die Augen. Begreift, dass nichts von allem was ist, außerhalb von Euch ist. Es gibt kein Außen, denn Ihr seid in allem und alles ist in Euch.
Christus schlägt mit Euch die Augen auf
Am heutigen Tag schlägt Christus mit Euch die Augen auf. Er ist in Euch und Ihr seid in ihm von Beginn an. Mit Christus zu erwachen heißt, Ihr werdet mehr zu dem was Ihr seid. Weniger Traum, mehr Wirklichkeit. Weniger fehlbar, mehr Liebe.
Ihr habt dem längst zugestimmt. Es gibt nicht, was Ihr wollen müsst was Ihr nicht längst gewollt habt. Euer Sehnen ist ein Sehnen nach Wahrheit und reinem Sein. Und Euer Sein wird reiner und lichter mit jedem Tag. Richtet Euch bewusst darauf aus, damit Euer Körper weniger schmerzt und die Freude schneller einkehren kann. Euer Ja ist ein Ja der Vermählung und der Himmel feiert, denn dieses Band ist heilig und nichts kann es lösen.
Werden alle Seelen aufsteigen?
Ihr fragt oft, ob alle gerettet werden. Wisst, dass das Wesen der Liebe nichts anderes kennt als die Einheit. Wie könnte also auch nur eine Seele verloren gehen? Doch bestimmt Ihr selbst das Tempo, in dem Ihr Euch der Liebe ergebt. Ihr könnt Eure Widerstände pflegen, bis Ihr müde werdet. Oder Ihr gebt sie auf und macht es Euch leichter. Wir wollen nicht Euren Schmerz, wir wollen die Tiefe der Einheit und Freude, die Euch allen zusteht schon von Anbeginn der Zeit.
Das Wunder der Vorsehung
Oft werden wir gefragt, ob geändert werden kann, was im Buch steht. Doch fragt Euch selbst: ist dieses Buch aus Papier, das vergilbt und zerfällt? Beschrieben mit Tinte, die verblasst? Oder ist dies Buch gebunden mit dem Leder der Ewigkeit, beschrieben mit der Tinte der Wahrheit? Wie kann also geändert werden, was darin steht?
Klaren Geistes habt Ihr Wege beschritten, an die Ihr Euch nun nicht mehr erinnert, aber vertraut Eurem Herzen und dem Herzen Gottes, dass alles was Ihr entschieden habt, zu Eurem Wohl und zum Wohle aller war und ist.
Kein Geist kann erkennen und begreifen, kein Geist kann dies Wissen länger halten als den Bruchteil einer Sekunde, was die Ewigkeit ausmacht und wie die Wege aller zusammenfinden in Freiheit und im Einklang mit allem. Denkt Euch nicht müde daran, sondern lernt das Vertrauen darin, dass alles aufgehoben ist im Schoß Gottes.
Betet und feiert heute auf Eure eigene Weise
Am heutigen Tag könnt Ihr viele Wege finden, zu beten, und Ja zu sagen zu der neuen Welt die in Christus erwacht. Wenn Ihr Geliebte seid, sagt Worte der Liebe. Wenn Ihr Kinder seid, sprecht kindliche Worte. Wenn Ihr Erleuchtete seid, ehrt das Sein im Schweigen. Wenn Ihr Leidende seid, betet das Gebet der Hoffnung.
Ihr denkt zu viel an Formen, doch was ist die Form anderes als ein Gefäß für den Geist? Wenn also Dein Geist in Liebe ist, wie könnte es wichtig sein, welche Verse Du sprichst, welche Riten Du begehst oder welche Räume Du betrittst? Dein Herz ist die Kapelle, Dein Herz ist der heilige Raum. In ihm kannst Du alles sagen und alles wird gehört.
Drei Übungen, die Euch tiefer in die Liebe führen
Ich möchte Euch drei Übungen schenken, mit denen Ihr euch bewusst auf diesen Tag des Erwachens einstimmen könnt. Und auch danach könnt Ihr jederzeit diese Übungen vornehmen und den Segen erfahren, den sie bringen. Lasst Euch darauf ein mit einem Herzen voller Zuversicht.
1. Erwache in Christus – Mantra: Dieses Mantra von Giannina stimmt Dich ein auf das Erwachen in Christus. Höre es, singe es mit, meditiere damit oder höre es vor dem Schlafengehen und bitte die Engel, im Schlaf an Dir zu wirken. (Anmerkung von Giannina: Das Mantra wirkt tranceinduzierend. Du kannst diese Wirkung noch verstärken, indem Du Dich zu dem Rhythmus wiegst. Bitte höre dieses Mantra nicht beim Autofahren oder anderen Tätigkeiten, die Dein Wachbewusstsein in Anspruch nehmen.)Download Mantra „KLANGGEBET-Christos Kyrios“
2. Die Verbindung zu drei Erzengeln: Stelle Dir vor, dass aus Deinem Herzen ein Licht fließt. Es fließt ins Herz Erzengel Raphaels, der Dein Heiler ist. Es fließt ebenso ins Herz Erzengel Michaels der der Mittler zwischen Dir und dem Göttlichen ist und Dir das Erleben der Verbindung erleichtert. Und es fließt ebenso in mein Herz, der ich alles Wissen um jedes Leben und alle Weisheit hüte. Was zwischen uns fließt, ist die Christusenergie. Sieh das Licht durch unser aller Herzen fließen, vom einen zum anderen. Spüre dies als Teil dieser Verbindung, und sieh es Dir auch von außen an, von oben, wie das goldene Licht zwischen uns zirkuliert. Lass diese Energie fließen und erlaube ihr, Dich zu verwandeln. Tu dies wenigstens fünf Minuten lang.
3. Die Entzündung des inneren Feuers: Steh aufrecht und gerade. Stell Dir vor, wie aus Deinen Füßen Wurzeln ins Herz von Mutter Gaia wachsen. Öffne Dein Kronenchakra und lass das göttliche Licht hineinfließen. Es strömt in Dich und Du nimmst es auf wie ein Durstiger, der trinkt. Wenn Du ganz davon erfüllt bist, hebe die Arme wie einst Abraham, der für sein Volk betete. Öffne Deine Handflächen nach oben, sie sind Schalen, bereit zu empfangen. Sei ganz bereit, zu empfangen. Sprich dann das folgende Gebet:
Ich bin aus Liebe gekommen
Ich bin bereit zu empfangen
Lass diesen Moment den Moment sein
in dem das Feuer sich in mir entzündet
Das Feuer des Glaubens, der Liebe und der Hoffnung
Führe mein Herz,
wie nur die Liebe führen kann
Trage mich, wie nur die Sanftmut tragen kann
Lehre mich, wie nur die Wahrheit lehren kann
Segne mich, wie nur das Leben segnen kann
Ich bin aus Liebe gekommen
Ich bin bereit zu empfangen
Lass mich Segen empfangen und Segen sein
Für alle Menschen und alles, was ist
Ich bin ein Kind des Lichts
Und das Licht ist meine Heimat
Für immer
Ich bin Metatron. Ich bin der Hüter des Buches.
Und ich sage voller Freude: dies ist ein Kapitel der Freude für Euch alle.“
Noch eine Anmerkung: Ich möchte an dieser Stelle noch auf das Seelenlicht Blog hinweisen, in dem Manuela heute eine Botschaft von Jesus gechannelt hat und in dem sich aus diesen Tagen auch noch ein Channeling des Mayafürsten Pacal Votan findet.
„Du wirst mehr in den Wäldern finden als in Büchern. Bäume und Steine werden Dich lehren, was Du von keinem Lehrmeister hörst.“
Wer sagte diese Worte? Ein Schamane? Ein Druide? Ein Buddhist? Man könnte es annehmen, nicht wahr?
Aber es war Bernhard von Clairvaux, ein Christ, Zisterzienser und Mystiker, der im frühen Mittelalter lebte. Ich sage das, weil ich mich über die Schätze freue, die ich im Christentum finde (wie in jeder anderen Tradition), besonders angesichts der vielen Dinge, die es verloren hat. Unsere Zeit ist im besonderen eine Zeit, in der Grenzen aufweichen, auch die Grenzen der Religion und Glaubenssysteme. Eine Wiederkehr der Mystik ist unsere Zeit, weil mehr und mehr Menschen die innere Erfahrung als Maß ihres spirituellen Lebens betrachten. Weil sie Antworten suchen, die sie in ihrem Herzen finden und nicht im Kanon eines institutionalisierten Glaubens. Weil sie einen Gott suchen, der mit ihnen spricht, von Herz zu Herz. Weil sie eine Wahrheit suchen, von der sie ahnen, dass sie immer schon da war, tief in ihrem Inneren.
Die Weisheit, das Licht, die Kraft in Dir
Was ist es, was sich in der stillen Innenschau zeigt? Was offenbart sich im Gebet? Was verschenken der Himmel und die Bäume, die Tiere und der Wind? Wenn Du Deinen Weg gehst, spürst Du diese Freiheit und weckt sie Deine schöpferischen Kräfte? Oder ängstigt sie Dich noch? Ängstigt Dich der Gedanke, denken, fühlen, glauben und tun zu können, was Du willst? Und wenn Du dieser Angst nachspürst, woraus besteht sie? Ist vielleicht der Moment gekommen, sie gehen zu lassen?
Vielleicht empfindest Du so wie Bernhard von Clairvaux. Vielleicht kennst Du das unvergleichliche Gefühl, wenn Du allein in der Natur spazieren gehst und etwas, das in Dir in Aufruhr ist kommt Schritt für Schritt zur Ruhe. Da wo Dich eben noch drängende Fragen quälten, sinkt etwas in Dir in die Arme der Gelassenheit. Da, wo eben noch Heimatlosigkeit war, ist nun nur noch Weite. Da, wo eben noch Einsamkeit war, ist plötzlich eine Gewissheit von Aufgehobensein. Die Natur tut dies mit Dir, weil in Ihr der Geist wohnt, der auch in Deinem Herzen ist. Wenn Du den Geist in Dir verschüttet hast, stürme in die Arme der Natur, denn sie verschüttet den Geist in sich nie. Du gehst in den Sturm und er klärt Dich. Du gehst zu den Bäumen und sie umarmen Dich. Du gehst zu den Vögeln und sie spielen, auch wenn ein Winter bevorsteht, der sie das Leben kosten könnte.
Öffne Dich für diese Weisheit, für diese Umarmung eines Freundes, für dieses Aufscheinen des Göttlichen in allem, was Dich umgibt. Du bist Zuhause.
„Wenn wir Gott mit unserem gesamten Geist lieben, dann vollzieht sich eine Veränderung. Unsere Gedanken sind dann nicht länger zwiegespalten und abgelenkt. Sie haben ihre Quelle gefunden, die in Gott liegt, und insofern ist die Liebe zu Gott ganz natürlich. Zu unterstellen, dass dies Mühe macht, ist so, als würden wir sagen, dass die Liebe zur Musik so viel Mühe macht, dass deshalb für nichts anderes Zeit bleibt. Das Gegenteil trifft zu. Wenn man die Musik oder sonst irgendetwas zutiefst liebt, dann geschieht diese Liebe so natürlich wie das Atmen.
Das hatte Jesus im Sinn, als er über die Liebe zu Gott sprach.
Sobald wir Jesus als Lehrer der Erleuchtung betrachten, verändert der Glaube seine Blickrichtung. Wir brauchen nicht mehr an den Messias oder seine Mission zu glauben, sondern wir glauben an die Vision des höheren Bewusstseins.“
(Deepak Chopra, „Der dritte Jesus – Auf der Suche nach dem kosmischen Christus“)